Keep rollin’ I Unterwegs mit dem B-MOTION 4 von Britax Römer

[Werbung] Soviel steht fest: Das Thema Wie-finde-ich-den-richtigen-Buggy hat mich sicherlich einige Nerven gekostet. Nachdem ich etliche Wagen aus dem Freundeskreis ausprobiert hatte, alle Babymärkte der Region abgefahren bin und ich in meiner Unsicherheit irgendwann jede halbwegs freundlich ausschauende Mutti mit Buggy an der Hand um Rat gefragt hatte, wuchs meine Verunsicherung. Mit der Zeit wusste ich zwar, welchen Buggy ich nicht wollte, mehr aber auch nicht. Eins stand jedoch fest: Mit unserem damaligen, ach-so-hippen Kinderwagen (einer niederländischen Marke, die ich trotz großer Insta-Beliebtheit übrigens für maßlos überteuert und fehlerhaft halte) hatte ich sowas von ins Klo gegriffen. Das sollte mir nicht nochmal passieren.

Als mich schließlich das liebe Team von Britax Römer fragte, ob ich nicht mal das Modell B-MOTION 4 ausprobieren wollte, huschte ich fix erneut in einen Babymarkt. Leider hatten sie vor Ort nur den Britax Römer Go Big da, aber weil dieser bereits einen äußerst kompetenten Eindruck machte (…kennt ihr? Das ist laut Stiftung Warentest der beste Kombikinderwagen), sagte ich Britax Römer zu. Ich war sehr gespannt, das sag‘ ich euch!

Sechs Monate ist das nun her. Shit, ich weiß, man könnte mich nun für den langsamsten Blogger aller Zeiten halten, aber mal im Ernst: Es braucht ein wenig Zeit, um so einen Buggy zu testen – ist beim besten Willen nicht in einer Woche getan. Und ja, getestet haben wir: auf europäisches Herz und asiatische Nieren! In der City, im Wald, auf thailändischen Schotterwegen, ungepflasterten Straßen, verlaufen in zu engen Gassen mit zu vielen Menschen, beladen mit 5 kg Ananas und einer Ladung müffelnder Ralf-Loraine-Shirts.

Ich freue mich nun also sehr, euch den Wagen im Folgenden vorstellen zu dürfen. Hier erst mal ein paar Hard-Facts, für die Vergleicher unter euch:

  

Gewicht: 11,5 kg / 10,5 kg ohne Verdeck

Maximales Gewicht des Kindes: 20 kg (Kinder von Geburt bis 4 Jahre)

Maße aufgeklappt: Höhe 110 cm x Breite 55,5 cm x Tiefe 112 cm (ohne Verdeck beträgt die Tiefe 109 cm)

Räder: schwenk- und feststellbare Vorderräder mit 17 cm Durchmesser, hintere Räder mit  25,5 cm Durchmesser, luftgefüllte Gummireifen, Geländeräder können zusätzlich erworben werden

Preis: je nach Anbieter ab 290,00 EUR

Der erste Eindruck

 Ich bekam ein großes Paket geliefert. Die meisten Teile waren bereits fertig zusammengebaut, so dass sich der Aufwand in Grenzen hält. Nach vielleicht 15 Minuten (inklusive einem Pott Kaffee) war der Aufbau erledigt. Muddi war begeistert. Fred auch. Er nahm augenblicklich in seinem neuen Gefährt Platz und ließ sich durch das Wohnzimmer kutschieren.

Ich konnte übrigens zwischen sieben Farben wählen und habe mich für die Farbe „Black Denim“ entschieden. Der Wagen hat durch seine Abstufung von Schwarz und Grau einen äußerst coolen Look. Wobei ich im Nachhinein zugeben muss, dass die anderen Farben auch sehr schön gewesen wären.

Der B-MOTION im Praxistest

Nachdem wir die Gurte auf die Größe meines Kindes eingestellt haben (Schultergurte sind höhenverstellbar), konnte die Fahrt beginnen. Der Wagen ist sehr robust und besitzt eine hervorragende Lenkung. Er lässt sich mit einer Hand lenken (was den Genuss koffeinhaltiger Getränke sicherlich weiterhin ansteigen lässt) und ist sehr wendig. Die erste Wohnzimmer-Testfahrt hatten wir also erfolgreich absolviert, dicht gefolgt von unserem Urlaub. Thailand wir kommen. Ehrlich gesagt hatte ich etwas Muffe, ob der Wagen die Flüge überstehen würde. Ihr kennt den Mythos vom geschrotteten Kinderwagen dank rabiaten Flughafenpersonals? Hm. Naja, wie dem auch sei, dank der Transporttasche kam unser Flitzer heile in Thailand an.

Wer von euch bereits in Asien war, wird wissen, dass es dort keine mit Deutschland vergleichbaren Straßen gibt, stattdessen eher ständig wechselnde Bodenbeläge, erstaunlich hohe Bordsteinkanten (gemessen an der nun doch etwas geringen Körpergröße der Thais) und recht herzlose Schlaglöcher. Umso glücklicher war ich vor Ort über die hervorragende Federung unseres neuen Gefährten, so dass Fred trotz der schlechten Straßenverhältnisse während der Fahrt schlafen könnte, oder sich zumindest schlafend stellen konnte – um nicht ständig von den etwas anschmiegsamen Thais angefasst zu werden. Durch die verstellbare Rückenlehne konnte er es sich also besonders zur Mittagszeit recht bequem machen. [Apropos Mittagszeit: Japp, da kann es in Thailand recht warm werden. Sogar im  Schatten. Ich war also ziemlich happy, dass sich das Material trotz der dunklen Farbe nicht sonderlich aufwärmte.] Einziges Manko am B-MOTION in Hinblick auf schlafende Kinder: Die Fußlehne lässt sich nicht verstellen. Da Fred tagsüber gerne in seinem Wagen geschlafen hat, war das nicht ganz optimal. Man kann zwar das Polster etwas nach außen stülpen, aber die Beine hängen dennoch nach unten. Wen das stört, sollte sich vielleicht lieber für den B-MOTION 4 PLUS entscheiden. Bei dem lassen sich nämlich sowohl die Rückenlehne, als auch die Fußstütze individuell anpassen.

Ein weiterer Vorteil besteht in dem höhenverstellbaren Griff. So konnten sowohl Mama und Papa, als auch die tiefer gelegten Oma und Omi den Wagen sehr bequem schieben. Wahlweise auch Fred selbst, wenn er mal wieder seinen Bagger durch die Gegend schieben wollte.

Schöner Vorteil für aufgeheißte Urlauber: Auf der Rückseite der Sitzfläche ist ein Gitternetz angebracht, um für eine bessere Luftzirkulation zu sorgen. Dieses lässt sich jedoch je nach Belieben mit einer passenden Abdeckung schließen. Während unseres Thailand-Trips hatten wir es jedoch immer offen, da der Wagen bei der Wärme gut durchlüften konnte und sich die warme Luft nicht im Inneren sammelte. Außerdem eignet dich das Gitternetz hervorragend für mittelmäßig-amüsante Ja-Wo-Ist-Die-Mamaaa-Spiele.

Im offenen Korb unter der Sitzfläche lassen sich wirklich einige Sachen verstauen. Für uns reichte die Größe meistens perfekt aus. Und wenn der Korb nach Marktbesuchen dennoch mal etwas zu voll war – ihr kennt das, wir Mamas schleppen ja bereits bei einstündigen Ausflügen gelegentlich den halben Hausstand mit – haben wir am Schiebegriff Klett-Karabinerhaken angebracht – mega praktische zum Einhängen von Einkaufstüten. Und – im Gegensatz zu unserem bisherigen Kinderwagen – hält der B-MOTION dem Gewicht auch Stand und fällt nicht einfach um.

Transport

Absolut genial: Der Wagen lässt sich mit einer Hand einklappen. Für mich eine der Top-Eigenschaften, da mein kleiner Fred am liebsten wegrennt, sobald ich ihn losschnalle. Nicht ungefährlich, vor allem wenn man an der Straße geparkt hat. Hilft auch kein „Nein! Nein!! NEIIIIN!!“. Wenn ich also den B-MOTION zusammen klappen will, kann ich Fred fix auf meinem Arm verstauen und muss am Wagen lediglich die seitliche Verrieglung lösen. Anschließend kann man den Buggy an einer Lasche, die sich an der Sitzfläche befindet, einfach kurz anheben und er klappt sich automatisch zusammen. Wenn man den Schiebegriff vorher nach innen dreht, steht der Buggy sogar eigenständig. Wurde sogar von Oma und Omi als äußerst praktisch und einfach befunden. Auf der Großelternskala gab’s ein „Hömma! Sehr gut mit Sternchen, oder was?“ (Zitat die.instaomi).

Zubehör

Es gibt eine ganze Reihe von tollem Zubehör: Verschiedenfarbige Verdecksets (57,90 EUR), Organizer zum Verstauen von vorzugsweise koffeinhaltigen Getränken (24,90 EUR), Wickeltasche (69,90 EUR), Fußsäcke (ab 49,90 EUR), Geländeräder (49,90 EUR), Regenverdeck (22,90 EUR), Spieltisch (22,90 EUR) und eine Transporttasche (25,90 EUR – besonders für Flugreisen sehr zu empfehlen!). Besonders gespannt war ich ja auf die Geländeräder, so dachte ich, wir würden diese im ruckeligen Thailand öfters verwenden. Aber: Pustekuchen! Die normalen Gummiräder reichen meines Erachtens nach völlig aus. Was mich aber definitiv vollends begeistert hat, ist dieses schicke CLICK & Go Systems, durch welches das Kinderwagen-Gestell mit allen Britax Römer Systemen, sprich Babyschalen oder Kinderwagen-Aufsätzen kompatibel ist. Die dafür benötigten Adapter sind sogar im Lieferumfang enthalten. Sollte ich also nachwuchstechnisch noch mal Gas geben, höhö, müsste ich lediglich eine Babywanne neu kaufen (134,90 EUR), anstatt mir einen völlig neuen Wagen zuzulegen  – naja, ich weiß, vorausgesetzt mein zugegebenermaßen etwas gehfauler Fred könnte zu dem Zeitpunkt bereits auf seinen Buggy verzichten. Aber hey, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Fazit

Bin nach sechs Monaten immer noch absolut begeistert! Nachdem wir die etwas schwierigeren Straßenverhältnisse in Thailand letztlich ohne Komplikationen gemeistert hatten, war es zwar eine Wohltat, wieder auf deutschen Wegen zu fahren, allerdings hatte mich Lenkung, Federung und der Einhand-Faltmechanismus ja bereits in Thailand mehr überzeugt, als ich es bei anderen Buggys daheim je erlebt hatte.

Und abschließend, ich sag’s euch ganz ehrlich, ihr bekommt mit dem B-MOTION 4 einen TOP Kollegen, ohne dafür einen Haufen Geld loszuwerden. Spart das doch lieber für den Führerschein eures Kindes. Jaja, denn ewig werden sie einen Buggy auch nicht nutzen. Ihr wisst ja, die Zeit vergeht schneller als gedacht. Unsere letzten sechs Monate mal wieder wie im Flug…

 

[Es folgen ein paar B-MOTION 4 Impressionen]

           

Ein herzlichen Dank an das liebe Team von Britax Römer für die tolle Möglichkeit, den B-MOTION 4 testen zu dürfen.

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