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Wir sind Egoisten und irgendwie in den 80ern hängen geblieben!

Wohnpsychologie… Schönes Thema. Kennt nur leider kaum einer, selbst viele Psychologen nicht. Ich hatte mich ehrlich gesagt zuvor auch noch nie damit befasst. Und dann flatterte plötzlich eine Einladung ins Haus, desser erster Satz mich bereits catchte: „Erinnerst du dich noch an dein Kinderzimmer?“ #bämms #diewissenwieesgeht

Ja, klar. An mein Mädchenzimmer, die Regale, das Bett und die rosafarbene Tapete samt Bordüre. Meine Mutter liebte Bordüren #mirwarensieegal. Dann kam die Phase, als ich alles mit Edding anmalte. Hauptsache bunt und groß – aber jetzt komme ich etwas vom Thema ab. Was ich sagen wollte: Mein erstes eigenes Kinderzimmer sehe ich noch immer direkt vor mir und wisst ihr was? Es gibt sogar auch noch Erinnerungen an das Zimmer davor, das gemeinsame Zimmer mit meiner großen Schwester. Das Etagenbett aus Metall, die vielen Buden, unsere Barbies und die Streitereien um’s Spielzeug. Unser kleines Reich.

Mit dem Erhalt der Einladung von Mimm Kindermöbel, die sich viele Gedanken zum Thema Wohnspychologie gemacht haben, trudelte hier auch das schlechte Gewissen ein. Haben meine Kinder überhaupt schöne Zimmer? Wie wirkt sich das wohl auf ihr Befinden aus? So haben sie mich gelockt und ich bin der Einladung gerne gefolgt. Was für ein spannendes Thema.

Ganz zu Anfang sprach Dr. Barbara Perfahl den Wandel der Zeit an. Während früher die Gesellschaftsräume eher für Mama und Papa reserviert waren, wurden die Kinder zum Spielen in ihre Zimmer oder eben raus geschickt. Heute ist das anderes. #halloschlechtesgewissen #dumachstdichwiederganzschönbreit

Heut sind die Gesellschaftsräume zu Familienräumen geworden. Man kann es gut in vielen Wohnzimmern beobachten, da steht die Kinderküche und ein halber Mini-Supermarkt mit gehäkelten Porreestangen und Mini Maggi direkt neben dem Sofa oder dem Esstisch. Das Familienleben hat sich verändert, die Gesellschaftsräume haben sich verändert. Aber wenn ich mich bei uns so umschaue – ich tippe gerade sitzend auf dem Sofa, den Rechner auf der Armlehne platziert – dann sehe ich Null Komma Null Spielsachen. Lediglich ein Schnuller und ein Kuscheltuch auf dem Tisch

verraten, dass hier auch noch ein kleiner Mensch lebt. Ok, vor dem Sofa liegt die ein halber Sandkasten und sobald der Minimensch wieder aus dem Mittagsschlaf erwacht, muss ich meinen Pflichten nachkommen und ihn wegsaugen, aber ansonsten befindet man sich hier irgendwie in einer spielzeugfreien Zone. Zumindest immer dann, wenn die Kinder nicht da sind oder schlafen. Nun ja, das sei ziemlich altbacken, wie ich gestern mitgenommen habe. #imstuckinthe80ies #sorrykids

Mal schauen wie Frieda diese Räume langfristig für sich erobern wird. Spielen ist hier natürlich erlaubt und dringend erwünscht, aber sie selbst hat nur ein winziges Kinderzimmer. Wir schieben die Kisten mit der Eisenbahn immer ins Wohnzimmer, bauen und spielen dort. Aber wir räumen es eben auch nach dem Spielen wieder weg, zurück in die Kiste und diese dann auch wieder zurück ins Kinderzimmer.

Übrigens, Barbara erzählte uns auch, dass wenn Paare sich uneinig seien, wo sie denn nun das Sofa platzieren sollten, sie häufig einen ganz anderen Konflikt in sich tragen würden. Also stellt doch zukünftig das Sofa einfach ab und sprecht mal über die wirklich wichtigen Dinge. #darüberhabeichsehrgelacht #sovielwahresdran

Sie hat dazu ein Buch geschrieben und es juckt in meinen Fingern es zu bestellen.

Räume lösen Gefühle aus. Das kennt irgendwie jeder. Die meisten Gefühle löste bei mir damals der Keller aus. Schrecklich. Wohlgefühl dagegen mein altes Kinderzimmer oder die Eckbank in der Küche meiner Oma. #ichhabewohlgefühlnichtschickgesagt

Ein anderer wichtiger Punkt sind die Wohnbedürfnisse. Diese gelten auch für das Kinderzimmer. Sie sind die Säulen, die unsere Seelen tragen. Ich ahne schon, jetzt wird es kompliziert. Es sind sechs Faktoren. Ok, da Friedas Zimmer nur sechs Quadratmeter groß ist hat, könnte es gerade so aufgehen:

  • Sicherheit
  • Rückzug
  • Gemeinschaft/Kommunikation
  • Gestaltung
  • Selbstdarstellung
  • Ästhetik

Eine richtige Raumwahrnehmung haben Kinder übrigens erst ab vier Jahren und für sie ist es sehr wichtig, dass sich eben nicht immer wieder etwas verändert. Kontinuität gibt Halt und Sicherheit. So empfiehlt es sich, von Anfang an Möbel auszuwählen, die unsere Kinder eine lange Zeit begleiten und ihren jeweiligen Ansprüchen gerecht werden können. Ein Babybett, das so umgebaut werden kann, dass es zunächst mit den Gitterstäben die nötige Sicherheit bietet, später das rausfallen verhindert, die Kleinen aber alleine rein und raus können. Idealerweise räumt man es auch nicht alle paar Wochen von einer Ecke in die andere. Ein Kinderzimmer sollte zudem nie zu voll oder zu leer sein. Wahre Wunder vollbringt man übrigens mit der Beleuchtung. Häufig unterschätzt man, wie schnell und günstig sich in einem Raum durch das richtige Licht ein Gefühl von Gemütlichkeit breit machen und Stimmungen gelenkt werden kann. Es muss zum Spielen natürlich hell genug sein, steht aber die Schlafenszeit vor der Tür, sollte eine kuschelige Beleuchtung die Kinder zur Ruhe bringen.

Wir sind wirklich bemüht, den Schlafplatz und die Ecke in der Frieda spielen kann so zu gestallten, dass der Raum Gemütlichkeit ausstrahlt. Dass das Spielzeug nicht überhand nimmt und sie sich rundum in ihrem „Minizimmer“ wohlfühlen wird. Für die kommenden drei Jahre mag das wahrscheinlich auch noch gut funktionieren, aber auch auf längere Sicht? Naja, das müssen wir dann sehen. Spätestens wenn Frieda selber entscheiden kann, welche Farbe die Vorhänge, Teppiche und Kissen haben sollen, wir es spannend. Denn das Recht auf Selbstbestimmung ist auch Teil des eigenen Kinderzimmers und sehr wichtig für persönlichen Entwicklung. Fokuspunkte können den Blick auf gewisse Ecken im Zimmer lenken. Das kann ein Lichtkegel, ein Bild oder die bunte Spielecke sein. Von monochromen Kinderzimmern rät die Expertin ab. Ich habe den Trend eh noch nie verstanden, für uns wäre das nichts. Grundsätzlich ist hier viel weiss, aber eben mit warmen Farben kombiniert.

Tobias als Bub

Die wunderschönen Kinderzimmerbilder sind von Mimm Kindermöbel. Tobias liebte schon als kleiner Junge den natürlichen Werkstoff. Heut ist er der Kopf hinter Mimm und der Junge hinter dem Logo. Die Möbel haben eine wundervolle Qualität und treffen mit dem urbanen Midcentury-Style genau meinen Geschmack. Modern und zeitlos zugleich.

Am Rande sei gesagt, es handelt sich hierbei um keine Kooperation oder andere Form der Werbung. Ich habe mir schöne Möbel anschauen dürfen und einen interessanten Beitrag über Wohnpsychologie gehört. Das wollte ich euch nur kurz erzählen… #thatsit #nichtmehrnichteniger #schoenwars

Küsschen,

eure Lori

PS: Friedas Zimmer zeige ich euch wann anders. Mit diesen schönen Möbeln können wir einfach nicht mithalten. 🙂

Lorraine Wilhelm

Hi, ich bin Lorraine... Die meisten nennen mich Lori. Wir leben Patchwork 3.0 und bis vor kurzem war ich eine reine Jungsmutter. Buden bauen, Klettern und Fußball spielen kann ich schon seit Jahren. Im Oktober kam unsere kleine Frieda zu uns und nun entdecke ich nicht nur das Leben mit einem Nesthäkchen und dem alltäglichen Wahnsinn unserer zusammengewürfelten Familie, sondern außerdem das Abenteuer Mädchenmama. Schön, dass du da bist! Deine Lori

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