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Tagesausflug: Geburt

Auch ich erinnere mich wage an Erzählungen in meiner Jugendzeit, die mir alles andere als Lust auf das Kinderkriegen gemacht haben und mich kurzum zu dem Entschluss kommen ließen, dass ich, sollte ich jemals ein Kind gebären ‚müssen‘, dies nicht auf dem natürlichen Wege, sondern durch einen Kaiserschnitt und somit fremder Hilfe tun werde!

Letztendlich kann ich von Glück reden, dass ich eine wunderbare Geburt hatte. Eine Geburt, die einer Traum- Geburt, wie ich sie mir in meiner ganzen Schwangerschaft gewünscht hatte, ziemlich nahe kam!

Auch wenn es für den ein oder anderen ein wenig ‚gesponnen‘ klingen mag bin ich mir sicher, dass man mit seinen Gedanken großen Einfluss nehmen kann. So habe ich mich bewusst gegen eine, wie so oft angebotene, Geburtsplanung entschlossen. Ich wollte Ben und die Situation entscheiden lassen und habe versucht darauf zu vertrauen, dass für mein Baby und mich alles optimal laufen wird. Sicher gibt es auch Fälle, in denen eine gewisse Planung unumgänglich ist, dennoch möchte ich euch Mut machen! Glaubt an euch, an eure unbeschreibliche Kraft und ihr werdet eine wundervolle Geburt erleben können!

Nun aber zu unserem Tagesausflug am 25.08.2015! Haben wir morgens noch das Haus als Paar verlassen, kehrten wir nach weniger als zwölf Stunden zu dritt, als richtige kleine Familie, zurück!


Wie sonst auch – Jede Schwangere kennt es! – musste ich nachts raus, auf Toilette, da war es 3.30 Uhr… Zurück im Bett – Für ein paar Sekunden – bin ich sofort wieder hoch gesprungen, denn ich musste wieder auf Toilette. Ganz, ganz dringend! Da saß ich also. Doch irgendetwas war komisch! Blase und Darm entleerten sich nach und nach und ich spürte einen enormen Druck im Unterleib, da stand plötzlich mein Mann im Bad… Er war der Meinung, er müsse sich vorsichtshalber schon mal die Zähne putzen – Und mir mit seiner hibbeligen Art den letzten Nerv rauben -, also bin ich in das Bad einen Stock tiefer umgezogen und habe mir ein warmes Bad eingelassen. Mein Bauch wurde immer wieder hart, jedoch auf eine Art und Weise, die ich aus der Schwangerschaft nicht kannte… Rasieren musste trotzdem sein. Die Fußnägel hatte ich wohl weißlich bereits am Vorabend frisch lackiert! … Da stand mein Mann in der Tür – schon wieder! Wenn ich jetzt nicht freiwillig aus der Badewanne raus kommen und mich fürs Krankenhaus fertig mache würde, müsse er mich ‚rausziehen‘. So seine Worte. Also gut… Bis ich angezogen war und meine Tasche gepackt hatte, stand er allerdings schon einige Minuten mit laufendem Motor vor der Haustür!

7.30 Uhr kamen wir dann im knapp 40 km entfernten Krankenhaus in Ravensburg, unserem Wunsch- Geburtsort für Ben, an, parkten allerdings auf dem regulären Besucherparkplatz und nahmen fürs erste nur meine Handtasche mit, man hört schließlich oft genug, dass Frauen wieder nach Hause geschickt werden! Im Kreißsaal angekommen lag ich erstmal eine gefühlt endlos lange Stunde am CTG, die Hebammen hatten gerade Schichtwechsel. 8.30 Uhr dann die Einschätzung der Hebamme: Der Muttermund war bereits 3 cm offen, die (Senk-) Wehen jedoch noch zu unregelmäßig und zu kurz. Wir sollten noch frühstücken und spazieren gehen und uns danach nochmal melden. Geschafft haben wir es gerade mal bis zur Patientenanmeldung und zum Ultraschall – die Kliniktasche blieb also im Auto! Als ich dann auf Toilette sah, dass ich blutete und der Druck auf den Unterleib immer stärker wurde, war anschließend auch die Hebamme mehr als überrascht, dass der Muttermund bereits 9 cm offen war!

9.30 Uhr – es ging also los! Um nochmal zu entspannen, nahm ich mein zweites Bad an diesem Morgen – für weniger als 15 Minuten, dann spürte ich den starken Drang, zu pressen! Kaum hatte ich dies ausgesprochen, hatte mein Mann auch schon nach der Hebamme geklingelt! Dann ging alles ganz schnell, ohne jegliches Gefühl für Zeit und das Geschehen um mich herum! … Ab auf das Kreisbett, Fruchtblase auf und nach drei Presswehen war der Kopf da und mit der nächsten Presswehe, 11.10 Uhr, Baby Ben! Ein unbeschreibliches Gefühl!

Nach weiteren zwei Stunden im Kreißsaal und vier Stunden auf Station haben wir zu dritt, als richtige kleine Familie, die Heimreise angetreten.


Die gezeigten Bilder sind alles andere als ‚perfekt‘, ich weiß! – Perfekt im Sinne der Erwartungen, die Social Media an einen stellt.

Für uns jedoch sind sie es – Sogar mehr als nur perfekt! -, denn sie spiegeln all die Emotionen des für uns magischsten Moments unseres Lebens wieder!

Anna Hilgendorf

  • Katharina

    Das nenne ich wirklich ne Traumgeburt 🙂

    5. September 2016 at 11:03 AM Antworten

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  • Abgesehen davon dass ich nicht den Unterschied zwischen Bodys Hosenhellip
  • So wir haben uns entscheiden und ihr habt euren Anteilhellip
  • Also wenn ihr noch Frhstcksinspirationen fr morgen sucht oder auchhellip
  • Na wer kennt diese beiden sympathischen Mdels? Richtig das sindhellip
  • Da ihn das Ignorieren nur noch wtender macht und seinhellip