Ökostrom für Anfänger

[Werbung] Als ich kürzlich mit dem Ökostromanbieter LichtBlick  im Rahmen einer möglichen Kooperation ins Gespräch kam, musste ich leider zugeben, dass ich bislang (noch) keinen Ökostrom beziehe. Oops. Unangenehm. Habe zwar schon häufig über einen Wechsel nachgedacht, aber das Thema bislang immer gekonnt nach hinten geschoben: „Momentan keine Zeit. Alles viel zu aufwendig. Vielleicht, wenn wir mal ein eigenes Häuschen haben.“ Wisst ihr, so ein schlechtes Gewissen lässt sich eine Zeit lang besänftigen. Bildete ich mir doch ein, dass ich ja immerhin bereits einen kleinen Beitrag leisten würde, indem ich Energiesparlampen kaufte. Aber die traurige Wahrheit ist: Ich war bislang einfach immer zu bequem. Ziemlich uncool. Da könnte mir glatt mein etwas einfältiges Grinsen vergehen, während der kleine Fred hier freudestrahlend seine hell leuchtende Lichterkette betrachtet.

Ihr kennt den Spruch: „Wir haben die Welt nur von unseren Kindern geliehen“? Eine inflationär verwendete Weisheit, die maximal noch für einen halb-gescheiten Facebook-Post von den-Zeigefinger-schwingenden-Muttis herhalten kann? Ja. Nein. Jein. Verdammt, ich hasse Klischees. Dennoch: Ich ärgere mich über Umweltverschmutzung und den Klimawandel. Und ärgere mich erneut, dass mein Sohn das irgendwann ausbaden muss. Dezenter Anflug von Doppelmoral. Denn – Energiesparlampen hin oder her  – bislang unterstütze ich klamm und heimlich einen Stromanbieter, der seine Ressourcen aus Kohle- und Atomkraft gewinnt.

Ich fing also an, mich mehr und mehr in das Thema einzulesen. Denn jetzt mal ganz ehrlich, Schande über mein Haupt, aber so richtig viel Ahnung hatte ich von der Materie bislang nicht. Was ist überhaupt Ökostrom? Ist der nicht teurer? Liefert meine Steckdose dann nur noch „grünen Strom“? Und warum sollten wir von herkömmlichen Stromanbietern Abstand nehmen?

[Es folgt eine kurze Zusammenfassung für übermüdete Mamas mit geringer Aufmerksamkeitsspanne:] Unter den Begriff Ökostrom fällt Energie, die aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird, sprich: aus Wind, Wasser und der Sonne. Beim Erzeugen der Energie wird unsere Luft nicht verschmutzt, bei der Produktion wird unsere Umwelt nicht beschädigt und, nun ja, sie verzichtet definitiv auf diesen hochgiftigen Atommüll, der doch eh irgendwann von Lager zu Lager wandert. Ok. Ökostrom klingt also schon mal ganz gut. Kein Wunder, dass der Ökostromanbieter LichtBlick übrigens der führende Anbieter für Ökostrom in Deutschland, bereits über 1 Millionen Menschen mit reiner Energie versorgt – und zwar 100 % Ökostrom aus deutscher Wasserkraft. Der ist übrigens nicht zwangsläufig teurer, es kommt dabei immer auf euren aktuellen Tarif an, die sind nämlich oft veraltet und entsprechend überteuert.

Und fix noch zur Sache mit der Steckdose: Extra grüne Ökostromleitungen gibt’s natürlich nicht, räusper, wer kommt denn nur auf sowas… #dumdidum  Ihr müsst euch das ganze Stromnetz eher als einen großen Pott vorstellen, in dem sowohl Ökostrom als auch konventioneller Strom zusammenkommt. Je mehr Haushalte Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen wollen, desto höher wird einerseits der Anteil von umweltschonendem Ökostrom und gleichzeitig verringert sich der Anteil von Kohle- und Atomkraft.

So, und was hat es mit den herkömmlichen Stromanbietern, die auf Kohle- und Atomstrom setzen, auf sich? Wie böse sind die wirklich? Nun ja, wer hätte es gedacht Freunde, die Liste der Kritikpunkte ist lang: Sie bedrohen unsere Umwelt, fördern die globale Erderwärmung, belasten das Ökosystem, haben dadurch direkte Auswirkungen auf die Wasserknappheit und das Aussterben bestimmter Tierarten. Zudem schädigt der durch Kohlekraftwerke verursachte Feinstaub unsere Gesundheit; ganz langsam und unauffällig – aber konstant.  Oh, und abschließend, dank des Atomstroms  entsteht toxischer Müll, der sich nicht entsorgen lässt. Von den Unfällen der ach-so-sicheren Atomkraftwerke wie in Tschernobyl oder Fukushima will ich hier gar nicht erst anfangen.

Ich weiß, es gibt viele kleine Baustellen, an denen man beginnen kann. Und verdammte Axt, beim Thema Nachhaltigkeit tun sich Berge auf. Aber hey, irgendwo muss man ja anfangen. Warum ich mich also letztlich über die Anfrage von LichtBlick gefreut habe? Weil ich nun immerhin den ersten kleinen Schritt getan und mir über deren Homepage unseren neuen, möglichen Tarif habe berechnen lassen. Geht ganz einfach: Hier  klicken, Anzahl der im Haushalt lebenden Personen oder euren aktuellen Verbrauch eingeben, zack fertig. Und wisst ihr was? Der Tarif bei LichtBlick ist sogar günstiger als unser aktueller!

Ihr Lieben, by the way, hinter so ein Anbieterwechsel steckt übrigens kein großer Aufwand mehr: einfach auf der firmeneigenen Webseite eure Kontaktdaten eingeben, aktuelle Stromzählernummer und derzeitigen Versorger angeben und Lichtblick übernimmt den Rest. Das war’s schon. Eigentlich ganz einfach, oder? Jaja, ich sehe schon das Licht am Ende des Tunnels. Und was kann es? Es leuchtet grün hrhrhr…

Ha! Und nun werde ich meinen Männe zwingen, diesen Artikel hier zu lesen damit wir endlich unseren Wechsel vornehmen können. Ach so, Hase, und wenn du mit Lesen fertig bist, bitte noch kurz den Müll runter bringen, ja? Danke.

 

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