to top

Ich will und werde stillen!

– Aber, auf Anfang!

Vor ein paar Jahren noch wollte ich, würde ich schwanger werden, per geplantem Kaiserschnitt entbinden und nicht stillen. Mit der Schwangerschaft, die wirklich wunderbar war, und all den Hormonen kam dann aber doch recht schnell die Entscheidung für die Entbindung auf normalem Wege, sollte dies möglich sein, und für das Stillen. Ist doch selbstverständlich! – Dass ich vor nicht allzu langer Zeit darüber ganz anders dachte, war in diesem Moment vergessen! Wobei ich Frauen, die sich bewusst gegen das Stillen entscheiden oder aufgrund auftretender physischer Probleme erst gar nicht die Möglichkeit haben zu stillen, in keinster Weise verurteilen möchte. Wie bereits in meinem letzten Beitrag erwähnt – egal, welche Entscheidung man als Mutter für sich und das eigene Baby trifft, es ist die richtige!

Also gut. Ich war mir zu einhundert Prozent sicher, dass ich stillen will und auch stillen werde! Schließlich ist das Stillen – meiner Meinung nach – das Beste, das ich meinen Baby bieten kann.
Als Mensch, der prinzipiell vom Positiven ausgeht, lag es mir also mehr als fern, im Zuge der Erstausstattung, die man sich als werdende Mutter für den Neuankömmling anschafft, ein oder gar mehrere Fläschchen zu kaufen. Sicher, manch einer mag jetzt mit dem Kopf schütteln und mich für blauäugig oder gar naiv halten, für mich fühlte es sich jedoch richtig an. – Womit wir wieder beim Thema wären!

… Und es war richtig! Der Tag der Geburt, um nicht zu sagen der Traumgeburt, kam. Am selben Abend noch bekamen wir zu Hause den ersten Besuch von unserer Hebamme, die uns auch in den kommenden Wochen exzellent betreute, auch wenn dies teilweise gar nicht nötig gewesen wäre. Zumindest nicht in dieser Intensität.
Denn, wie ich es mir ‚gewünscht‘ hatte, funktionierte das Stillen 1A und das tut es bis zum heutigen Tag. Ben hatte schnell sein Geburtsgewicht verdoppelt, nahm in guten Wochen sogar knapp fünfhundert Gramm zu. Und das ohne jegliche Hilfsmittel! – Eine nicht sehr unerhebliche Tatsache, für die ich sehr dankbar bin! Dankbar, dass Mutter Natur es mir ermöglicht, mein Baby mit der bestmöglichen Nahrung zu versorgen und dankbar, dass wir dieses ‚Geschenk‘ völlig selbstverständlich nutzen können, da dies und dessen bin ich mir durchaus bewusst, nicht jeder Mutter so ohne weiteres vergönnt ist.
Und ich muss ehrlich sagen, ich genieße es bis heute, mein Baby stillen zu dürfen. Nicht nur, weil das Stillen mit das Schönste und für Ben das Beste ist sondern auch, weil es im Vergleich zu der Fläschchen- Prozedur in meinen Augen so schön unkompliziert ist. Sicher schränkt mich das Stillen in meinem ‚Leben als Frau‘ in einer gewissen Art und Weise ein, da ich weniger flexibel und nicht für längere Zeit abkömmlich bin, doch muss ich ehrlich sagen, dass ich persönlich in dieser Hinsicht vorübergehend gerne zurückstecke! Schließlich habe ich mich bewusst dafür entschieden Mutter zu werden, mit allem was dazugehört!

– Aktuell nimmt Ben zwei bis drei Beikost- Mahlzeiten zu sich und versucht hin und wieder einen Schluck Hafer- oder Reismilch aus einem Schnabelbecher oder seinem heißgeliebten ‚B‘- Becher, denn ich bleibe meinem Vorhaben treu und wünsche mir, dass Ben, wie bereits ich als Kind, ganz ohne Fläschchen auskommt und von der Brust direkt auf einen normalen Trinkbecher übergeht! Und wie es bis jetzt aussieht, wird uns, vor allem aber Ben, dieses Vorhaben gelingen! Bis es so weit ist, genießen wir jedoch jeden einzelnen Moment der Nähe, den uns das Stillen beschert, in vollen Zügen.

Anna Hilgendorf

  • www.trendshock.de

    Ganz wundervoller Text! Ich würde mich schon fast als Still-Nazi (wie kann die das nur sagen?) bezeichnen. Es gibt einfach nichts besseres für ein Kind und ich frage mich, wie man NUR mit einem Fläschchen seinem Baby nah kommen will? Ich merke es besonders jetzt: mein Sohn ist 9 Monate alt und spielt und tanzt den ganzen Tag durch das Haus – kuscheln? Fehlanzeige. Genauso werden alle anderen Babys auch sein – da ist diese Zeit zu zweit beim Stillen etwas ganz besonderes, welche ich NIEMALS missen möchte. Meine Freundin, die aufgrund eines Kaiserschnitts am Anfang nur abgepumpt hat und nach 4 Wochen erst mit dem Stillen angefangen konnte, meinte zu mir: ‚Laura du kannst dir das nicht vorstellen, ohne Stillen kann man niemals so eine Beziehung aufbauen.‘ Klar, sowas zu sagen und sowas hier zu schreiben ist fies und ich kann es nicht beurteilen, da ich nicht beide Seiten kenne, ABER: da wird etwas Wahres dran sein.

    Und es ist toll zu lesen, dass Du die Geburt als Traum bezeichnest. Manchmal kommt es mir vor, als ob alle sich gegenseitig ausstechen wollen – wer hat die schlimmste Geburt von allen hinter sich gebracht!

    Liebe Grüße von der Mama die noch stillt und auch eine Traumgeburt hinter sich gebracht hat

    22. Mai 2016 at 10:30 AM Antworten

Leave a Comment

  • Abgesehen davon dass ich nicht den Unterschied zwischen Bodys Hosenhellip
  • So wir haben uns entscheiden und ihr habt euren Anteilhellip
  • Also wenn ihr noch Frhstcksinspirationen fr morgen sucht oder auchhellip
  • Na wer kennt diese beiden sympathischen Mdels? Richtig das sindhellip
  • Da ihn das Ignorieren nur noch wtender macht und seinhellip