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Ein Meeting und ach so kostbare Me-Time

Buenos días Mallorca

Montagmittag. Eine kleine Bar am Plaça del Rei Joan Carles I in der Altstadt von Palma. Es ist heiß und stickig. Es ist laut. Dennoch genieße ich jeden Moment. Ich genieße das typisch mallorquinische Baguette mit Olivenöl, Tomate, Käse und Thunfisch und den Saft frisch gepresster Orangen aus Sóller. Ich genieße die letzten Stunden vier wundervoller Tage Me-Time. Vier wundervolle Tage, die ich meinem neunen Job, um genau zu sein meinem neuen Chef zu verdanken habe. Vier Tage, die neben dem eigentlichen Grund für meine Reise, ein Strategie-Meeting, ausreichend Zeit zur freien Verfügung für mich bereit hielten. Vier Tage, in der ich ausschließlich Frau sein konnte. Denn selbst eine Mutter, auch wenn dies immer wieder in Vergessenheit gerät, ist und bleibt eine Frau, der Zeit für sich und ich meine NUR für sich, zusteht!

Loslassen.

Ein Thema für sich. Ein Thema, dessen Umsetzung oftmals wochen-, ach was sage ich, monatelanger Vorbereitungen bedarf. Ein Thema, das vermutlich keine Mutter kalt lässt. Dass der Tag, an dem ich Ben ‚alleine lassen‘ muss kommen wird, war mir bewusst. Ebenso war mir bewusst, dass dieser Schritt ein Schritt in die Richtung war. Ein Schritt in Richtung ‚Selbstständigkeit‘ für mein kleines Baby, das inzwischen ein großes KiTa-Kind ist und ein Schritt in Richtung neues altes unabhängiges Leben für mich. Dass ich diesen Schritt zu früh gehen oder gar bereuen würde, daran hatte ich absolut keine Zweifel. Sicher kamen hier und da immer wieder Emotionen hoch, die mir ein Gefühl von Unsicherheit vermitteln wollten, dennoch hielt ich an meinem Vorhaben, nach vierhundertzwei (402!) Tagen, an denen ich mich nahezu rund um die Uhr für Ben ‚aufgeopfert‘ hatte, meine Me-Time einzufordern. Und das tat ich auch!

… Ohne schlechtes Gewissen. Ben aß inzwischen alles mit und trank ausreichend. Er schlief ruhiger und gab sich nachts seit kurzem auch mit Hafermilch zufrieden. Was sollte also schief gehen? Dass sich bei Ben just einen Abend vor Abflug eine leichte Erkältung anbahnte war nicht ideal, dennoch kein Grund meine Reise abzusagen, schließlich waren Ben und mein Mann mit unserer homöopathischen Hausapotheke bestens gerüstet.

Auch die Abschiedstränen, als Ben und mein Mann mich am Freitagmorgen am Büro absetzten, von wo aus der Bus zum Flughafen starten sollte, konnte ich zurückhalten. – Zugegeben flossen sie jedoch bereits wenige Stunden zuvor, als ich ein Kuscheltier von Ben in meinem Koffer packte und diesen verschloss. – Schlussendlich fiel all die Anspannung der letzten Tag am Flughafen bei einem Glas Prosecco ab. Ich war bereit. Ich war bereit für die kommen Tage. Ich war bereit, diese zu genießen und das Glück anzunehmen.

Ist Mallorca an sich schon mit all seinen Facetten eine Reise wert, so besticht Palma mit seinem ganz eigenen Charme. Palma, eine Stadt in die man sich verlieben muss!

Um diese atemberaubende Metropole auch für euch zu einer Liebesgeschichte werden zu lassen, habe ich folgende Empfehlungen:

Das Hotel/ mein Zimmer: Brondo Architect Hotel/ Lilly

Die Locations für das Dinner: KOA/ Esbaluard/ Nassau Beach

Das Wahrzeichen: La Catedral de Mallorca

Der Ausflug: Ferrocarril de Sóller

Alles in allem hatte ich ein unvergessliches verlängertes Wochenende. Und nicht nur ich bin an der Herausforderung, von meinen beiden Männern getrennt zu sein, gewachsen. Auch für Ben und meinen Mann war diese Erfahrung enorm wichtig. Eine Erfahrung für die ich mich immer wieder entscheiden würde! – Vorausgesetzt Skype stellt seine Dienste bis dahin nicht ein. 😉

Anna Hilgendorf

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  • Abgesehen davon dass ich nicht den Unterschied zwischen Bodys Hosenhellip
  • So wir haben uns entscheiden und ihr habt euren Anteilhellip
  • Also wenn ihr noch Frhstcksinspirationen fr morgen sucht oder auchhellip
  • Na wer kennt diese beiden sympathischen Mdels? Richtig das sindhellip
  • Da ihn das Ignorieren nur noch wtender macht und seinhellip