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Breifrei!

Ich muss zugeben, Ben war noch nie der größte Fan von Brei.

An erster Stelle steht bzw. stand – wie sollte es auch anders sein – die Milchbar! 24/7, ALL YOU CAN EAT. Dicht gefolgt von Finger- Food – hier liegt die Betonung auf FINGER! … Tisch und Boden! *haha* Und weit, ganz weit abgeschlagen auf Platz drei der Brei! Was auch dazu führte, dass ich meine anfänglich guten Vorsätze, den Brei für mein Baby ausschließlich selbst herzustellen, über Bord wurf und vorerst mit Bio- Gläschen vorlieb nahm! Aß Ben doch nie wirklich mehr als knappe einhundert Gramm, wenn überhaupt. Oftmals waren es nur wenige Löffel. Kein Wunder, wenn das arme Kind nur Fertignahrung bekommt? Hah, denkt ihr! Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen und immer wieder neue Versuche, die jedoch zumeist verschmäht wurden, unternommen und mit größter Hingabe selbst gekocht bzw. den Thermomix kochen lassen!

So kam es also, dass Ben recht früh babygerechte Snacks wie Gemüse- Sticks, Backwaren aus Dinkelmehl, und hin und wieder Knabber- Leckereien aus der Babyabteilung des Drogeriemarktes des Vertrauens aß und auch lieben lernte!

Und dann, urplötzlich. Von jetzt auf gleich, presste Ben seine Lippen fest zusammen und drehte sich weg! Könnte er sprechen, hätte er mir vermutlich den Vogel gezeigt und mit vorwurfsvoller Stimme gesagt: ‚Mamaaa, ich bin doch kein Baby mehr!‘ In der Tat, das war er wirklich nicht mehr! Nicht mal mehr das Müsli zum Frühstück war genehm. Feste Nahrung musste her und das wohlgemerkt zahnlos!

Zu Beginn tat ich mich tatsächlich noch ein wenig schwer und war sehr zaghaft, was normale Nahrung anging, schließlich wollte ich Ben so lange als möglich von Gewürzen aller Art, vor allem aber von Salz, Pfeffer und dem ‚bösen‘ Zucker fern halten! Der inzwischen ‚junge Mann‘ *zwinker* hingegen saß immer öfter mit uns am Tisch wohl merkend, dass der Inhalt seines Tellers nicht dem der Teller von Mama und Papa entspricht und zeigte bestimmt auf unser Essen und rief laut ‚Da, DA, DAAA‘! Gewusst wie!

Seitdem isst Ben nahezu alles mit. Er liebt frisches Obst, Nudeln, Käse aller Art, hat sogar schon frische gekochte Artischocken gegessen und wollte unbedingt eine Olive probieren!

Zu ‚alles‘ muss ich jedoch sagen, dass ich vor allem für Ben sehr viel Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung lege, die vorzugsweise biologisch bestimmt ist! Statt dem handelsüblichen Kochsalz verwende ich schon seit Jahren Meer- oder Steinsalz und habe den raffinierten weißen Zucker durch Rohrohrzucker ersetzt.
Und auch wenn Ben seit kurzem Kuhmilchprodukte zu sich nimmt, trinkt er statt purer Kuhmilch Hafermilch mit Wasser gemischt, die er nach einem langen Kampf wirklich liebt!

Aktuell, das muss ich dazusagen, stille ich Ben noch zwei bis drei Mal pro Tag, was bedeutet, dass er nach wie vor optimal mit Nährstoffen, die er durch die Nahrung noch nicht zu einhundert Prozent aufnehmen kann, versorgt wird. Nach und nach möchte ich dies jedoch im wahrsten Sinne des Wortes auslaufen lassen und dann, spätestens mit dem KiTa- Alltag, wird sich die Nahrungsaufnahme eh ganz von alleine regeln!

… Und so ist es mit der Beikost, wie auch mit dem Stillen und dem Schlafen – lasst es auf euch zukommen. Seht es nicht zu verbissen. Scheut euch nicht zu experimentieren. Hört auf euer Herz. Auf sonst niemanden. Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt euch und das Bedürfnis eures Baby’s! Alleine das zählt!

Anna Hilgendorf

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  • Abgesehen davon dass ich nicht den Unterschied zwischen Bodys Hosenhellip
  • So wir haben uns entscheiden und ihr habt euren Anteilhellip
  • Also wenn ihr noch Frhstcksinspirationen fr morgen sucht oder auchhellip
  • Na wer kennt diese beiden sympathischen Mdels? Richtig das sindhellip
  • Da ihn das Ignorieren nur noch wtender macht und seinhellip