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Alles auf Anfang! – Wenn der Mann zum Schulkind wird!

Aber von vorne…
Ich müsste lügen, würde ich behaupten, dass mit dem ersten leicht positiven Schwangerschaftstest die Vorfreude binnen Sekunden ins Unermessliche stieg. Nein, das tat sie nicht. Sicher hatte ich dieses unbeschreibliche Glücksgefühl und es überwog, dennoch waren da auch diese anderen Gedanken. Gedanken, die sich mit meiner, mit unserer Zukunft befassten. Ist JETZT der richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft? Können wir unserem Kind gerecht werden? Können wir unserem Kind das bieten, was es verdient? Sicher, wir sind beide voll berufstätig und das in unbefristeten und recht gut bezahlten Arbeitsverhältnissen, doch ist unser ‚genug‘ auch genug für drei? Genug für uns plus Kind? Das man sich als werdende Mutter und auch als werdender Vater solche Gedanken macht, ist meiner Meinung nach völlig normal und legitim. Wäre es nicht schlimmer, man würde sich diese Gedanken nicht machen und die Verantwortung für dieses wunderbare neue Leben, dieses Geschenk, unterschätzen und blauäugig an diese neue Aufgabe herantreten?

Wie auch immer, der zweite und auch dritte eindeutig positive Schwangerschaftstest ließen diesen Gedanken kaum noch Raum. Es war da. Endlich. Das Gefühl des vollkommenen Glückes!

… Bis zu diesem einen Tag. Eigentlich ein Tag, wie jeder andere. Eigentlich! Mein Mann kam von der Arbeit nach Hause. Er hatte die Wohnung noch nicht einmal richtig betreten, hörte ich ‚Schatz, wir müssen reden!‘ PUH! Reden. Ähm, ja. Aber über was? Als er mir dann eröffnete, dass er sich vor wenigen Stunden verbindlich (!!!) für die Meisterschule #besserspätalsnie angemeldet hatte, war ich baff. Nicht nur, dass die ersten beiden Teile gerade mal zwei Wochen nach Ben’s Geburt beginnen sollten, nein. Das dicke Ende sollte noch kommen. Neben einer vierzig Stunden Woche in der Arbeit mit einem Arbeitsweg von gut zwei Stunden pro Tag lud er sich nun auch noch an die zehn Stunden zusätzlich auf. Verteilt auf den Freitagabend und den Samstag bis in den Nachmittag. Halleluja! Zumal dieser Spaß ein knappes Jahr dauern sollte. Aber nein, nein. Das war noch nicht alles! Die beiden praktischen Teile würden alles toppen. Fünf Monate Frankfurt. Am Stück. Freigestellt. Ohne Einkommen und zehntausenden von Euro an Kosten.

Ich war bedient. Nein, mehr noch. Ich hätte heulen können, stundenlang – der Hormone sei Dank. War meine Vorstellung von unserer Zukunft zu dritt inzwischen doch so perfekt gewesen. Ganz genau, GEWESEN!
Es half jedoch alles nichts! Die Entscheidung war gefallen. Wir mussten uns arrangieren!
Ich musste mich arrangieren, ‚Alleinerziehend mit Mann‘ und teils auch als Mutter zweier Kinder.
In Situationen, in denen ich mir als junge Mutter mehr als denn je Unterstützung erhofft hatte, unterstütze nun ich. Abermals und somit in doppelter Ausführung. Aber ja, wie konnte ich nur vergessen – ‚Erstens kommt es anders! … Und zweitens als man denkt!‘

Kaum hatte ich mich versehen, war sie auch schon da, die andere Zukunft, die ich gar nicht wollte. Und was soll ich sagen? Es lief, weil es laufen musste. Und es lief eigentlich gar nicht so schlecht! Klar doch würde ich an einem Sonntagmorgen gerne mal wieder im warmen Bett liegen bleiben – nein, ich habe seit inzwischen knapp elf Monaten kein einziges Mal durch- geschweige denn ausgeschlafen -, mich langweilen – Langeweile? Bitte, was? Noch nie gehört! – oder einfach spontan sein, das tun worauf ich – nur ICH! – Lust habe, aber nein… Da gibt es diese zwei Menschen, die ich liebe und deren Bedürfnisse ich aus dieser Liebe heraus meinen Bedürfnissen voran stelle! Bedürfnisse eines kleinen Mannes, der auf die bedingungslose Liebe seiner Mama angewiesen ist und diese ohne wenn und aber einfordern darf und Bedürfnisse eines großen Mannes, der wiederum eine zusätzliche Last trägt. Eine Last, die er auf sich genommen hat, um uns, seiner kleinen Familie in Zukunft das bieten zu können, was wir ihm bedeuten – die Welt! Eine Last, die einem Ausgleich bedarf, einem Ausgleich den ich ihm an den Abenden, den Samstagnachmittagen und den Sonntagen ermöglichen möchte und dies auch tue, nach all meinen Möglichkeiten!

Diese Situation, diese Höhen und Tiefen zu meistern ist alles andere als leicht, das stimmt. Und ja, auch wir geraten immer wieder in Turbulenzen und ich vor allem an meine Grenzen. Aber eines kann ich definitiv sagen. Es ist es Wert, zu ‚kämpfen‘. Für unsere Liebe, für unsere kleine Familie! – ‚Nothing worth having comes easy!‘ Das Leben ist nun mal kein Zucker schlecken, kein Ponyhof und auch keine im digitalen Leben mühsam aufgebaute und bis ins Detail ausgeklügelte Illusion – auch wenn diese in einem gewissen und allem voran gesunden Maße das Leben auf eine ganz eigene Art und Weise positiv ‚bereichert‘. Das Leben ist hart. Wir sind erwachsen und bereit uns dieser Herausforderung zu stellen. Der eine mehr, der andere weniger!

Und wenn ich mir in einem Punkt sicher bin, dann ist es der, dass der große Tag kommen wird, an dem sich all die Anstrengungen auszahlen werden und ich, wie auch bereits die liebe Jane, meine so heiß geliebte ‚Freiheit‘, die allmählich jedoch leider in Vergessenheit gerät, wieder in vollen Zügen zelebrieren darf und das mit Sicherheit auch ausgiebig tun werde!

DER Plan B für die fünfmonatige einkommensfreie Pause? Von Luft und Liebe leben? … Fortsetzung folgt!

Mein geliebter großer und auch kleiner Schatz, ‚in guten wie in schlechten Zeiten‘! #biszummondundzurück ♡

Anna Hilgendorf

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  • Abgesehen davon dass ich nicht den Unterschied zwischen Bodys Hosenhellip
  • So wir haben uns entscheiden und ihr habt euren Anteilhellip
  • Also wenn ihr noch Frhstcksinspirationen fr morgen sucht oder auchhellip
  • Na wer kennt diese beiden sympathischen Mdels? Richtig das sindhellip
  • Da ihn das Ignorieren nur noch wtender macht und seinhellip