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Abstillen

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Steffi, ich bin 30 Jahre alt und Mama des 19 Monate alten Maximilians. Seit knapp zwei Jahren poste ich unter dem Pseudonym „prettypregnant“ auf Instagram. Meinen Account habe ich im vierten Monat meiner Schwangerschaft eröffnet. Zuerst gab es da fast nur Bilder mit sehr wenig Text. Ich wollte andere Mamis, wachsende Babybäuche und Inspirationen für Outfits mit Babybauch, für die Inneneinrichtung und fürs Kinderzimmer finden – selbst zu posten, stand dabei eher im Hintergrund. Im Laufe der Zeit hat sich das Fotoportal für mich dann in eine Art Blog mit angeschlossener Mami-Community verwandelt. Ich poste als Mamabloggerin regelmäßig Fotos aus unserem Alltag und schreibe mittlerweile auch des Öfteren längere Texte. Heute möchte ich hier etwas zum Thema stillen beziehungsweise abstillen schreiben.

Schon mal vorweg: Ich bin definitiv ein Still-Befürworter, da stillen unbestritten das Beste für jedes Kind ist. Ich selbst wurde nicht bzw. nur 6 Wochen unter ständigem Zufüttern gestillt, da es bei meiner Mama auf Grund verschiedener Faktoren einfach nicht geklappt hat. Aus mir ist trotzdem was geworden.

Warum ich so weit aushole? Ganz einfach weil ich darauf hinweisen will, dass ich mit meinem Artikel nicht gegen Frauen schieße, die nicht stillen können oder wollen. Es ist jedem selbst überlassen, wie er das handhabt. Bevor die Mama nur gestresst ist, weil es nicht richtig klappt oder einfach nur weil es eventuell schlichtweg nicht ihr Ding ist, soll sie lieber die Flasche geben. Denn eine ausgeglichene, glückliche Mama ist eine bessere Mama.

Nun zum eigentlichen Thema meines Posts: Ich habe meinen Sohn Maxi 18 Monate und 11 Tage gestillt und das Stillen stets sehr genossen. Immer wieder höre ich Sachen wie „Was für eine Leistung! Respekt“, was mich freute. Allerdings habe ich selbst es nie als besondere Leistung meinerseits empfunden, es lief einfach so und war für mich kein großer Stress.

Weil es so empfohlen wird, habe ich mit etwa fünf Monaten angefangen zu zu füttern, was ich im Nachhinein gesehen, als zu früh empfinde. Denn es hat die ersten zwei Wochen zwar super geklappt, dann war mein Sohn allerdings das erste Mal krank und ab diesem Zeitpunkt ging überhaupt nichts mehr…

Das zog sich durch: Maxi war ein super schlechter Esser, zeitweise gingen nur Quetschis, Freche Freunde und ab und zu Eier, alles andere wurde komplett verschmäht. Ich habe also quasi bis zu Maxis 1. Geburtstag voll gestillt.

Während um mich herum so ziemlich alle schon lange abgestillt hatten, machte Maxi nicht die geringsten Anstalten auch nur minimal das Interesse an der Brust zu verlieren. Im Gegenteil, sobald die beiden in Sicht- bzw. Reichweite waren, wurde hysterisch gelacht und gegrapscht.

Klar habe ich mir zu diesem Zeitpunkt manchmal gewünscht, nicht mehr zu stillen, aber im Großen und Ganzen habe ich es doch sehr genossen.

Weil ich keine Lust mehr darauf hatte, dass Maxi meine Möpse immer und überall herausholt, begann ich ihm tagsüber zumindest in der Öffentlichkeit anstelle der Brust Reis-Kokos-Milch im Fläschchen zu geben.

Diese liebt er und so wurde das Stillen am Tag immer weniger, bis ich nur noch zum Einschlafen bzw. in der Nacht, falls er überhaupt aufwachte, gestillt habe. Allerdings, sobald er am Zahnen oder gar krank war, war all das vergessen und ich musste von einem auf den anderen Tag wieder voll stillen (was meine Brüste überraschenderweise super gut mitgemacht haben – stillen kann ich einfach). Mich selbst hat das manchmal ehrlich gesagt schon ein bisschen frustriert…

Aber mir war und ist noch immer wichtig, dass ich Maxi zu nichts zwinge. Ich wollte definitiv nicht plötzlich und vielleicht sogar unter Tränen abstillen, sondern einfach den richtigen Moment abwarten.

Und das hat sich als richtig erwiesen, denn von einem Tag auf den anderen lehnte Maxi auch trotz Zahnen oder nach einem Sturz (vorher brauchte er oft die Brust als Trost) von sich aus die Brust ab. Nur beim Einschlafen sagte er weiterhin „des da“ und grapschte in meine Richtung… Aber auch hier war es tatsächlich nur eine Frage der Zeit. Plötzlich und ebenfalls von sich aus verlangte er abends im Bett nach seiner Flasche… Zuerst war ich etwas überfordert und beinahe traurig, dass es dann doch so schnell ging, aber als er nach 9 Tagen ohne Brust einen kleinen Rückfall hatte, blieb ich hart, bot ihm stattdessen die Flasche an, die er nach kurzem Quengeln akzeptierte.

Seitdem ist er nun endgültig abgestillt, macht keinerlei Anstalten mehr, wenn er mich oben ohne sieht und isst auch endlich etwas besser.

Mein Tipp, an alle, die es machen können/wollen: stresst euch und vor allem das Kind nicht, gebt ihm Zeit… eventuell geht es dann, wie bei uns, ganz ohne Druck und Tränen.

Und übrigens, diejenigen, die immer so erstaunt waren, dass ich NOCH IMMER (!!) stille, sind jetzt alle tooootal überrascht, dass wir abgestillt haben… Denn Mädels, die nervige Fragerei hört irgendwann von ganz allein auf.

Wir möchten uns ganz herzlich bei dir bedanken Steffi.

Wollt ihr mehr von Steffi lesen? @prettypregnant

 

Gast Mumlife

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  • Abgesehen davon dass ich nicht den Unterschied zwischen Bodys Hosenhellip
  • So wir haben uns entscheiden und ihr habt euren Anteilhellip
  • Also wenn ihr noch Frhstcksinspirationen fr morgen sucht oder auchhellip
  • Na wer kennt diese beiden sympathischen Mdels? Richtig das sindhellip
  • Da ihn das Ignorieren nur noch wtender macht und seinhellip